Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt wird als gesetzt, als stabil und gesichert verstanden. Doch die letzten Jahre haben uns eine andere Realität näher gebracht: Demokratie ist offensichtlich kein fester Zustand, sondern ein fortlaufender Aushandlungsprozess. Sie entsteht durch Teilhabe und Kommunikation, durch Konflikt und Konsens und ist dabei zunehmend fragil. Zentrifugalkräfte sind dabei der ansteigende Hang zu Populismus und autoritärem Diskurs, getrieben auch durch moderne Kommunikation. Mit dem Thema „Demokratie und Gesellschaft“ widmet sich Genius Loci Weimar 2026 genau diesen Spannungen. Historische Orte der Stadt werden zu Projektionsflächen für künstlerische Perspektiven auf politische Prozesse, gesellschaftlichen Wandel und die Frage, wie Gemeinschaft heute gestaltet wird.
Im Rahmen des internationalen Wettbewerbs sind Künstler:innen eingeladen, diese Orte neu zu interpretieren. Gesucht werden audiovisuelle Arbeiten, die sich mit dem „Genius Loci“, dem Geist des Ortes, auseinandersetzen und ihn in eine zeitgenössische Bildsprache übersetzen. Ausgewählte Projekte werden mit einem Produktionsbudget realisiert und im September 2026 im Rahmen des Festivals als großformatige Fassadenprojektionen präsentiert.
Mehr zum Wettbewerb findest du hier.